11.12.2006

Besuch in der Festungswache Mühlefluh in Viznau am
19. März 2006 mit dem 4x4 Club Aargau

Bei schönstem Frühlingswetter trafen wir uns um 10:30 in Sins zur gemeinsamen Fahrt nach Viznau.

Vom Parkplatz in Viznau geht es zu Fuss hoch zur Festungswache.

Nachdem uns Pius Zimmermann begrüsst und uns erste Informationen über die Festung gegeben hat, gehen wir im Offiziers Essraum Mittagessen.

Gestärkt mit feinen Spaghetti nach „Festung Mühlefluh“ gehen wir geführt von Pius die Festung anschauen.

 

Technische Daten

(Daten von http://www.festung-vitznau.ch/ )

Typ:                               Artillerie-Felsfort
(Kasemattenwerk)

Auftrag:                        Sperren der Achsen Luzern-Stans, Allwegübergang, Brünigpass, Engelbergertal, Schutz der Flugplatzes Buochs/Ennetbürgen

Erbaut:                         Dezember 1941 bis Januar 1943 (13 Monate)

Bewaffnung;                 zwei 10.5 cm Kanonen auf Ständerlafetten (Lizenz der Bofors-Kanone), Maschinengewehrstellungen, Handgranaten Auswurf

Einschiessen:              16. Februar 1943

Reichweite:                  bis 21.4 km

Reichbreite:                 -1° bis 45°, Seite + / - 30°

Munition:                      Ladungen 1 - 6. Stahlgranate:

Kadenz:                        Bis zu 15 Schuss pro Minute

Aussenverteidigung:   Eigene Minenwerferstellungen, Minen, MG-Stellungen, Bunker

Besatzung:                   je nach Jahr 70 Mann (nur Vitznau) - 182 Mann (inkl. obere und untere Nas)

Nachrüstung:               1954 Bau des Druckluftstollen
1959 Einbau des Atomfilters und des Antennenraumes

      
Die Fest Art Kp 82 wurde im Mai 1943 einberufen und tat bis 1994 Dienst in der Festung Vitznau. Mit der Armeereform 95 wurde die Festung Vitznau ausgemustert. Ende August 1998 kaufte die Einwohnergemeinde und die Korporation die Festung mit der rund 8700 m2 grossen Parzelle vom VBS zurück, mit dem Zweck diesen Zeitzeugen des „Zweiten“ und des „Kalten Krieges“ touristisch und nicht als reines Museum zu nutzen. So entstand das erste Festungshotel der Schweiz.             

 Die Unterkunft

                                         Der Spital


Pius erzählt uns mit Begeisterung von der Küche

 


                                    und vom Maschinenraum

 


Im Munitionsraum hören wir interessant zu was uns Pius zu erzählen hat.

 

 

Genauso interessant ist natürlich auch die Kanone.

 

           

 

Nach einem Blick auf den Wasserfall verlassen wir die Festung.

Besten Dank den Organisatoren und natürlich Pius Zimmermann.

 

Bericht und Bilder von Gabrielle Rohr